Aussprache von Reims – Wie spricht man Reims auf Französisch aus?

Aussprache von Reims – Wie spricht man Reims auf Französisch aus?

Reims spricht man [ʁɛ̃s] aus: eine Silbe, ein nasaler Vokal und ein hörbares s am Ende. Es klingt genau wie das französische Wort rince (von rincer, „spülen“). Für deutsche Ohren kommt ein kurzes, nasales „räns“ dem am nächsten. Dieser Ausspracheführer liefert Hörbeispiele von Einheimischen, Eselsbrücken und die typischen Fehler, damit deutschsprachige Besucher den Namen richtig sagen.

So spricht man Reims auf Französisch aus

IPA: [ʁɛ̃s]
Der Laut /ɛ̃/ ist ein nasaler Vokal. Es ist der Vokal von französisch vin (Wein) oder pain (Brot): Das n wird nicht gesprochen, die Luft strömt durch die Nase. Das s am Ende wird ausgesprochen – anders als bei vielen anderen französischen Wörtern.

Reims, ausgesprochen auf Französisch von einer Frau

Reims auf Französisch von einem Mann ausgesprochen

Merkhilfe: Reims klingt genau wie das französische Wort rince. Ohne Französischkenntnisse hilft ein kurzes „räns“: das „ä“ wie in „Männer“, aber nasal, und das n nicht aussprechen, sondern die Luft durch die Nase strömen lassen.

Schritt-für-Schritt erklärt

  1. Rachen-„R“: Beginnen Sie mit einem weichen französischen R (wie in France).
  2. Nasales „ä“ [ɛ̃]: der Vokal von französisch vin, nicht das „an“ von France. Der Mund bleibt leicht geöffnet, die Luft strömt durch die Nase, ohne am Ende ein n zu bilden.
  3. Deutliches „s“: Beenden Sie das Wort hörbar mit s. Kein z, kein ß – ein klares s.

Häufige Fehler (und wie man sie vermeidet)

  • „Reims“ wie „Reim“ mit s: Das deutsche „ei“ [aɪ] passt hier nicht. Im Französischen wird ei vor m zum Nasalvokal [ɛ̃].
  • „Reims“ wie „Reems“: Falsch, denn der Vokal ist nasal, nicht lang ii.
  • Stummes „s“: In Reims bleibt das s hörbar.
  • Deutsch ausgesprochenes R: Ein hartes deutsches R klingt unnatürlich; üben Sie das weiche französische Kehllaut-R.
  • Silben trennen: Reims ist einsilbig – kein Re-ims.

Wie spricht man Reims auf Deutsch aus?

Im Deutschen übernimmt man meist die französische Aussprache, oft mit etwas längerem Vokal: [ʁɛ̃ːs], so steht es im Wiktionary. Manche sprechen den Nasal mit hörbarem „ng“, also etwa „Rängs“ [ʁɛŋs]. Die eingedeutschte Form [ʁaɪ̯ms], wie „Reim“ mit s, kommt ebenfalls vor (Wikipedia), gilt aber als veraltet. So klingt im Deutschen der Genitiv von „Reim“ („des Reims“), nicht der Name der Stadt.

Historische Bedeutung des Namens Reims

Der Ursprung des Namens geht auf das lateinische „Durocortorum“ zurück, das sich aus dem keltischen Namen „Durocorter“ oder „Durocorteron“ entwickelt hat und „runde Festung“ bedeutet. Diese antike Stadt war die Hauptstadt der Rèmes, eines gallischen Volkes in den Regionen Marne und Ardennen. Der Name „Rèmes“ bedeutet „die Ersten“ und zeigt die wichtige Stellung dieses Volkes in der gallischen Welt.

Im 3. Jahrhundert nach Christus wurde die Stadt „Civitas Remorum“ (Stadt der Rèmes) genannt, woraus sich schließlich der heutige Name Reims entwickelte. Im Mittelalter schrieb man Reims oder Rains; die Form wandelte sich über die Jahrhunderte. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts setzte sich die Schreibweise Reims durch, die bis Anfang des 19. Jahrhunderts neben Rheims bestand – diese ältere Form begegnet im angelsächsischen Raum bis heute, etwa auf Champagner-Etiketten für den Export. Mehr über die Herkunft und Bedeutung des Stadtnamens erfahren Sie in unserem Artikel Was bedeutet Reims?

Mini-Grammatik: „de Reims“, „en Champagne“, „de la Marne“

Wer französische Formulierungen korrekt verwenden will, merkt sich drei Wendungen, die man oft in Texten aus Frankreich sieht:

  • de Reims (aus/von Reims)
  • en Champagne (in der Champagne)
  • de la Marne (der Verwaltungsbezirk/Fluss Marne)

Diese Ausdrücke helfen beim Lesen von Reiseführern auf Deutsch und bei der Orientierung vor Ort in Frankreich (France).

Praxis: so klingt es im Satz

Probieren Sie, Reims in einem kurzen Satz zu sprechen:
„Wir fahren morgen nach Reims en Champagne.“
Achten Sie auf das nasale en und das klare s am Ende von Reims.

Tipps zum Üben (für deutschsprachige Besucher)

  • Mitsprechen: Spielen Sie die beiden Hörbeispiele ab und sprechen Sie wie ein Muttersprachler nach – erst langsam, dann in normalem Tempo.
  • Aufnahme machen: Nehmen Sie Ihre Stimme auf und vergleichen Sie sie mit den Audios.
  • Rhythmus fühlen: Halten Sie Reims einsilbig und kurz.
  • Vergleiche nutzen: Die Eselsbrücke mit dem nasalen „ä“-Laut hilft vielen Lernenden.
  • Weiter lernen: Wer tiefer einsteigen will, sucht nach „phonétique français“ oder IPA-Tabellen für Nasalvokale.

Schlussfolgerung

Kurz gesagt: Die richtige Aussprache von Reims ist [ʁɛ̃s] – einsilbig, mit nasalem Vokal und hörbarem s. Die Stadt ist berühmt für ihre gotische Kathedrale, die Krönungstradition der französischen Könige und die Champagnerindustrie. Wer den Namen korrekt ausspricht und die Hörbeispiele übt, bewegt sich sicherer in Reims, ganz gleich ob man nun auf Deutsch oder Französisch spricht – und versteht Ortsangaben wie en Champagne oder de la Marne sofort.

Jetzt, wo Sie den Namen richtig aussprechen, finden Sie in unserem Artikel 15 Sehenswürdigkeiten in Reims die besten Ideen für Ihren Besuch.

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